top of page

Bergsteigerdörfer In Osttirol
Vom Leben Im Villgratental und Osttiroler Gailtal

Regie: Stefan Hans Sternad

Kamera: Heimo Ritzinger

Kameraassistentin: Sarah Kretschmer

Ton: Moritz Dellafior

Redaktion: Manuela Strihavka (ORF)

Produktionen: ORFIII & IpFilm

Dokumentarfilm: 45:31 min

2026

Steile Hänge, jahrhundertalte Höfe und eine Landschaft, die mehr ist als bloße Kulisse: Der neue Film von Stefan Sternad führt in die Bergsteigerdörfer Osttirols – nach Innervillgraten, Obertilliach und Kartitsch. Es sind Orte, die für viele „am Ende der Welt“ liegen. Die Menschen hier sagen etwas anderes: „Da hinten ist nicht Schluss. Da hinten geht es los.“

 

Theresa Gutwenger hat den elterlichen Hof in Villgraten übernommen und führt ihn heute als landwirtschaftlichen Betrieb mit sanftem Tourismus. Für sie ist dieser Weg keine Einschränkung, sondern Freiheit: „Der sanfte Tourismus ist für mich eigentlich keine Arbeit. Man hat einen ganz anderen Zugang zu den Gästen.“ Viele von ihnen seien längst Freunde geworden. Dass ihre Almhütte keinen Strom und nur kaltes Wasser hat, schreckt niemanden ab – im Gegenteil: „Die kommen, um wirklich abzuschalten vom Alltagsstress.“ Für Theresa ist klar: „Ich könnte mir nie vorstellen, das Villgratental zu verlassen.

BERGBAUERNHÖFE-INNERVILLGRATEN-HOCHBERG-IPFILM_1.28.1.jpg

Der Film spannt den Bogen weiter nach Obertilliach und Kartitsch – zu Bauern, Wirten, Chronisten und einem Nachtwächter, dessen Ruf seit Jahrhunderten durch das Dorf hallt. Sie alle erzählen von einem Leben mit einem anderen Rythmus. Oder wie es der Landwirt Hans Obererlacher aus Obertilliach formuliert: „Ich bin überzeugt, dass solche Inseln in Zukunft immer mehr gesucht werden – Orte, wo Zeit keine Rolle spielt.“

 

Stefan Sternads Film ist kein nostalgischer Heimatfilm. Er ist ein ruhiger, genauer Blick auf eine Region, die zeigt, dass Fortschritt auch leise sein kann – und dass Haltung, Gemeinschaft und Respekt vor Natur und Mensch keine Schlagworte sind, sondern gelebter Alltag.

IMG_2618.jpeg

Eine, die bewusst aus der Großstadt hierhergezogen ist, ist die Tierärztin Valeska Roos. Geboren in Berlin, arbeitet sie heute als Großtierärztin im gesamten Osttiroler Raum. Die Entscheidung für Innervillgraten sei eine für Landschaft, Menschen und Lebensform gewesen. „Ich wollte zu den Bauern, richtig ran an dieses Leben.“ Anfangs sei Skepsis spürbar gewesen – als Frau, als Fremde. Doch das Tal habe sie aufgenommen. Besonders berührt sie der Zusammenhalt im Tal.

Ein zentrales Thema des Films ist das Handwerk. In Innervillgraten wird es nicht museal bewahrt, sondern gelebt und weiterentwickelt. Dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sind, zeigen Menschen wie Ludwig Rainer, einer der letzten Bürstenbinder Österreichs. Seine Arbeit erfordert Geduld, Präzision und Offenheit für Neues: „Man muss ein offenes Auge haben und auch einmal probieren. Und wenn etwas nicht funktioniert, muss man sich ändern.“

DAS-TEAM.jpeg

Unsere Partner

bottom of page