Bergsteigerdörfer In Niederösterreich
Vom Leben In Lunz am See
Eingebettet im niederösterreichischen Mostviertel liegt Lunz am See – ein Ort, der sich trotz großen Tourismus-Einflüssen bis heute selbst treu geblieben ist. Der Film „Das Bergsteigerdorf in Niederösterreich – Vom Leben in Lunz am See“ zeichnet ein vielschichtiges Porträt dieser besonderen Gemeinde und ihrer Menschen.
Ein zentrales Element der Region ist das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal, eines der bedeutendsten Schutzgebiete Europas. Hier arbeitet Maria von Rochow an der Erforschung eines Waldes, der sich seit der letzten Eiszeit ohne menschlichen Eingriff entwickeln konnte. Die Bedeutung dieser Weltnaturerbestätte beschreibt sie eindrucksvoll: „Wir sind mit unserem Gebiet in einer Reihe mit Grand Canyon, Great Barrier Reef oder Galapagos.“


Neben der unberührten Natur zeigt der Film auch den Alltag jener Menschen, die hier leben. Am Familienbauernhof der Familie Grasberger leben vier Generationen unter einem Dach. Mutter und Bio-Bäuerin Angelika Grasberger schätzt vor allem den Kontakt zu den Gästen und erklärt, dass es gerade für Kinder besonders wertvoll Begegnungen sind: „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man den Kindern zeigt, die Milch kommt nicht aus der Packung, sondern von der Kuh.“
Auch die Geschichte des Hofes und der Familie wird lebendig. Engelbert Grasberger, Jahrgang 1926, erinnert sich an seine Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft: „Und dann um fünf in der Früh bin ich nach Lunz gekommen. Und um halb sechs Jahre habe ich beim Fenster geklopft… Das war dann eigentlich meine zweite Geburt.“
Tradition und Zukunft verbinden sich in Lunz auch wirtschaftlich. Karl Pechhacker betreibt ein Sägewerk und engagiert sich für nachhaltige Energieversorgung: „Mach das, was du kannst, dort, wo du bist, mit dem, was du hast.“ In Lunz ist das Holz – ein Rohstoff, der heute auch zur regionalen Wärmeversorgung genutzt wird.
Doch Lunz ist mehr als Natur und Landwirtschaft. Künstler, Handwerker und kreative Köpfe geben sich hier die Klinke in die Hand. Die Ruhe der Landschaft inspiriert sie ebenso wie die Gemeinschaft im Ort. Für die Stuttgarter Designerin Yvonne Hochrieser war genau das ausschlaggebend: „Uns hat es hier einfach gut gefallen, weil wir hier auch zur Ruhe gekommen sind, und wenn du kreativ arbeiten musst, dann brauchst du auch manchmal Ruhe.“
Der Film zeigt Lunz am See als lebendiges Bergsteigerdorf, in dem Natur, Geschichte und modernes Leben auf besondere Weise zusammenfinden.













